Viele Menschen wünschen sich, sich beruflich selbst zu verwirklichen. Doch genauso viele fragen sich: Was will ich eigentlich wirklich? Wo liegt mein größtes Potenzial – und wie kann ich das beruflich leben? In diesem Artikel gebe ich dir wertvolle Impulse, damit du genau das für dich herausfinden kannst.
Nennen wir die Dinge ruhig beim Namen: Kotzt dich dein Job an? Fühlst du dich leer und ausgebrannt? Hat dich deine Sinnkrise zu dem Entschluss geführt, dass sich etwas ändern muss?
Dabei kamst du auf die völlig abgedrehte Idee, nun nach deiner Berufung zu suchen. Denn jetzt willst du nicht nur zum nächstbesten Job hüpfen, sondern endlich Sinn und Erfüllung spüren.
Willkommen auf meiner Website. Hier haben Menschen mit solch abgedrehten Ideen eine Heimat. Mit diesem Artikel möchte ich dir verschiedene Impulse geben, wie du beruflich eine neue, erfüllendere Richtung einschlagen kannst.
Tipp: Am Ende von diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du aus deinen Erkenntnissen Schritt für Schritt konkrete, berufliche Veränderungen herbeiführst.
Folge dem Ruf in dir
Hörst du es auch? Nein, ich meine nicht Nachbars nervige Bohrmaschine oder den Lieferwagen, der zum fünften Mal rückwärts einparkt. Sondern diesen leisen Ruf in dir, der dich sanft daran erinnert, dass für dich noch mehr möglich ist.
Für viele wird es immer schwieriger, diese Stimme zu ignorieren.
Frauen hören in diesen Tagen oft ein leises, kaum greifbares Flüstern: „Hey Süße, du hast wirklich genug Schuhe im Schrank. Zeit, etwas zu tun, das noch mehr Sinn macht!“ Und Männer vernehmen vielleicht ein sanftes: „Hey Alter, heute ist keine Bundesliga. Beweg dich – deine Mission wartet.“ Manche spüren auch einfach nur diesen einen Gedanken: „War’s das schon?“
Dieser innere Ruf ist Ausdruck deiner Sehnsucht, mit deinem Tun einem tieferen Sinn zu folgen (neudeutsch: Purpose) und deine Talente und Begabungen noch mehr zur Entfaltung zu bringen. Am besten auf eine Weise, für das dich andere Menschen gerne mit Geld bezahlen.
Bitte versteh mich dabei nicht falsch: Es geht nicht darum, die eine ultimative Berufung zu finden, die dir schon vor deiner Geburt in die DNA graviert wurde (gleich neben deiner Seriennummer). Vielmehr geht es darum herauszufinden, was jetzt gelebt werden möchte und in welche Richtung du dich jetzt beruflich weiterentwickeln willst.
Denn Leben ist Wachstum und Veränderung. Und so kann sich auch mit der Zeit deine Berufung entwickeln und verändern.
Doch was ist nun die Berufung, der du jetzt folgen möchtest? Was ist deine Bestimmung?
Komm mit auf eine Entdeckungsreise. Wir steuern dabei verschiedene Stationen an, die dir einzelne Aspekte deiner Berufung bewusst machen. Notiere dir deine Antworten am besten schriftlich auf die Fragen, die jetzt kommen.
Im Rahmen dieses Blogbeitrags geht es in erster Linie darum, neue Erkenntnisse über dich zu gewinnen – nicht darum, deine Berufung in der Tiefe zu erfassen. Das ist meist ein längerer Prozess, für den ich den Online-Kurs MissionFinder entwickelt habe.
Station 1: Was hindert dich daran, deine Berufung zu erkennen?
Unsere familiäre und gesellschaftliche Konditionierung und Prägung führt uns schon sehr früh von uns selber weg. Die Tür zu unserer Intuition und unserem wahren Wesen, so wie wir wirklich sind, liegt hinter einem ganzen Berg von Kisten und Gerümpel versperrt. Diese Tür ist übrigens noch dazu eine Brandschutztür. Sie verhindert, dass wir für etwas brennen und unser inneres Feuer wieder entfachen kann.
Diese ganzen Kisten stehen symbolisch für deine limitierenden Glaubenssätze, indoktrinierten Ängste und einschränkenden Ideen und Sichtweisen darüber, wie das Leben zu sein hat. Sie sind nicht natürlich. Sie wurden dir beigebracht bzw. du hast sie selbst aus deinen Erfahrungen abgeleitet.
Um sie aus dem Weg zu räumen, ist der erste Schritt dazu, sie dir überhaupt einmal bewusst zu machen.
Folgende Fragen geben dir erste Einblicke:
- Wieso ist es für mich nicht möglich, beruflich neu durchzustarten?
- Was könnte Schlimmes passieren, wenn ich meiner beruflichen Selbstverwirklichung Raum gebe?
- Was verliere ich vielleicht, wenn ich wirklich meinen eigenen Weg gehe?
- Wovor will ich mich schützen, wenn ich nicht losgehe?
Wenn du deine inneren Hindernisse klar am Schirm hast, kannst du besser mit ihnen arbeiten und Lösungen finden. Du kannst prüfen, ob sie überhaupt realistisch sind. Du kannst negative Glaubenssätze durch Überzeugungen ersetzen, die dich stärken.
Station 2: Was kannst du auf eine natürliche Weise gut?
Nun werfen wir einen Blick auf deine Talente und Gaben. Also all die Fähigkeiten, die dir in die Wiege gelegt wurden und die in dieser Kombination einzigartig sind. Das ist ein essentieller Part, um herauszufinden, wo deine Berufung liegt. Michelangelo hat den David nicht aus dem Marmor herausgemeißelt, weil er zuvor einen VHS Kurs besuchte. Es war Ausdruck seiner Gabe und seiner Genialität.
Du glaubst nicht, dass du etwas besonders gut kannst? Dann gehört das zu dem „Gerümpel“ von Station 1. Lass es bitte dort. Denn JEDER hat Talente und Gaben mit in diese Welt gebracht. Öffne deinen Blick dafür!
Folgende Fragen helfen dir dabei, um deinen Genius besser zu erkennen:
- Was kannst du auf eine natürlich Weise gut, was andere eher nicht können?
- Was machst du, wenn du völlig die Zeit vergisst?
- Was geht dir so leicht von der Hand, dass du es kaum als Arbeit empfindest?
- Was glaubst du, welche besonderen Stärken deine Familie oder Freunde in dir sehen? (Und falls du unsicher bist: Frag sie doch einfach mal!)
Station 3: Was begeistert dich? Was liebst du?
Wir Menschen unterscheiden uns nicht nur durch unsere Talente, sondern auch dadurch, wofür wir Leidenschaft empfinden.
Es gibt verschiedene Bereiche, die unsere Begeisterung wecken:
- Bestimmte Tätigkeiten, wie z. B. ein Buch zu schreiben.
- Bestimmte Umstände, wie z. B. auf der Bühne zu stehen.
- Eine bestimmte Wirkung, die wir auslösen, wie z. B. jemanden geholfen zu haben.
Um herauszufinden, wofür du Begeisterung empfindest, unterstützen dich folgenden Fragen:
- Für welche Gebiete interessierst du dich ganz besonders und entwickelst dich regelmäßig gerne freiwillig weiter?
- Wenn du alle deine Interessen und Hobbys bis auf eines aufgeben müsstest, welches würdest du behalten?
- Welche Tätigkeiten begeistern dich?
- Welche Umstände und Situationen lassen dein Herz höher schlagen?
Station 4: Welchen Beitrag möchtest du leisten?
Das Wort „Weltverbesserer“ ist oft schon ein zynisch verwendetes Wort. Komisch, oder? Wenn ich mir meine Welt anschaue, dann sehe ich da sehr viele Dinge, die es zu verbessern gibt. Meine These: Im Kern möchte jeder Mensch einen positiven, sinnvollen Beitrag für diese Welt leisten und sie etwas „besser“ machen.
Du musst dich ja nicht gleich an einen Öltanker ranketten oder die Übersiedelung der Menschheit auf den Mars vorbereiten. Vielleicht ist dein Anliegen schlicht, für etwas mehr Menschlichkeit in deinem Stadtbezirk zu sorgen. Wie auch immer das aussehen mag.
Den Beitrag, den du jedenfalls leisten möchtest und für den du Sinnhaftigkeit spürst, ist wiederum ein wichtiger Aspekt deiner Berufung.
Wie dieser Aspekt bei dir konkret aussehen könnte, entdeckst du mit folgenden Fragen:
- Wie würdest du diese Welt bereichern, wenn du kein Geld verdienen müsstest?
- Für welche Branchen oder Tätigkeiten empfindest du Sinnhaftigkeit?
- Was würdest du gerne auf dieser Welt verändern? Wie könntest du ein kleines Stück diese Veränderung mitgestalten?
Station 5: Wer wartet darauf, dass du in die Gänge kommst?
Aristoteles sagte einst:
Wo die Bedürfnisse der Welt mit deinen Talenten zusammentreffen, dort liegt deine Berufung.
Wenn von der Verwirklichung deiner beruflichen Träume kein anderer Mensch profitiert, dann nennt man das nicht Berufung, sondern eher Egotrip. Auch vermute ich, dass du mit deiner Berufung Geld verdienen möchtest. Menschen oder Unternehmen zahlen ungern für Dinge, die ihnen nichts bringen.
Um herauszufinden, welche Menschen bereits auf deine Dienste warten, helfen dir folgende Fragen:
- Wenn du dir deine Aufzeichnung zu den vorangegangen Fragen anschaust, welche Menschen könnten davon profitieren? Wem kannst du damit dienen? Benenne deine „Zielgruppe“ möglichst konkret.
- Wenn du damit Geld verdienen willst, musst du anderen Menschen helfen, entweder glücklich zu sein oder deren Probleme zu lösen. Wer ist bereit, dafür zu zahlen? Was wirst du den Menschen deiner Zielgruppe ganz konkret anbieten?
Hinweis: Die „Zielgruppe“ kann sich natürlich auch auf Unternehmen beziehen, die Produkte oder Services für diese Menschen anbieten oder auf interne Bedürfnisse eines Unternehmens.
Station 6: Auf den Punkt gebracht
Schau dir nochmals deine Aufzeichnungen an. Versetze dich dabei spielerisch in die Rolle deines „Höheren Selbst“, das von oben herab alles überblickt und losgelöst von deinem Alltag die Dinge klar sehen kann.
Welchen roten Faden würde dein „Höheres Selbst“ erkennen? Was ist die Schnittmenge?
Wie würde dein „Höheres Selbst“ deine Berufung nach heutigen Erkenntnissen auf den Punkt bringen?
Finde eine für dich stimmige Formulierung, die das ausdrückt, was du nun darüber erkannt hast. Das muss noch kein konkretes Berufsbild darstellen, sondern kann auch eher abstrakter Natur sein und noch sehr vage.
Beispiele:
- Meine Berufung ist es, Brücken zu bauen zwischen Mensch und Technik durch einfache Softwarelösungen.
- Meine Berufung ist es, zur Lösung von Konflikten innerhalb von Familien beizutragen.
- Meine Berufung ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen sich wohlfühlen und aufblühen.
Du hast noch keine klare Idee? Vieles, was dir jetzt noch unklar ist, wirst du erst erkennen, wenn du in BeWEGung bist.
Beispiel: Du weiß nicht, was dich begeistert? Probiere verschiedene Dinge aus, die dich momentan ansprechen und zieh daraus deine Schlüsse. Lass es sich entwickeln.
Station 7: Berufung leben
Nun geht es darum, konkrete Veränderungen einzuleiten und deiner Berufung Ausdruck zu verleihen. Um ein für dich bedeutsames, berufliches Ziel zu finden, das du JETZT angehen möchtest, hilft dir folgendes Gedankenspiel.
Stell dir vor, dass folgende Bedingungen für dich gelten:
- Scheitern ist definitiv unmöglich.
- Du hast alle Ressourcen, die du benötigst (z. B. Geld).
- Alle deine Ängste sind wie weggeblasen.
- Jegliche sonstigen Einschränkungen, die du dir ausdenken kannst, sind nicht existent.
Welches berufliche Ziel würdest du umsetzen wollen, falls du wüsstest, dass alle aufgeführten Punkte für dich per Gesetz zugesichert wären? Welche berufliche Vision möchtest du verwirklichen?
Stell dir im Anschluss folgende Frage: Welches realistische Teilziel ist für dich momentan machbar, um deinem großen Traum zumindest ein kleines Stück näher zu kommen?
Damit machst du dir die Richtung klar, in die du gehen möchtest. Und zwar nicht erst in 10 Jahren, sondern JETZT.
Bonusfragen:
- Wie könntest du (ein Stück weit) deine Berufung in dem Arbeitsbereich oder in dem Unternehmen leben, in dem du gerade bist?
- Wie könntest du deine bisherigen, erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen (also dein „Karrierekapital“) beim Leben deiner Berufung nutzen?
Online-Kurs: MissionFinder
Was ich dir hier in diesem Artikel kurz skizziert habe, ist ein Ausschnitt aus dem Prozess, den du im Online-Kurs MissionFinder durchläufst – nur dort natürlich viel ausführlicher und tiefgehender mit vielen Tools und wirksamen Übungen. Er unterstützt dich zudem dabei, konkrete Veränderungen anzugehen.
Das Besondere: Im Anschluss wirst du über eine selbst entwickelte Coaching-App für 1 Jahr lang unterstützt, deine Erkenntnisse tatsächlich umzusetzen und deine neu entdeckten beruflichen Ziele zu verwirklichen.
Danke für die tolle Inspiration. 🙂