Über Corona, Corinna und andere Krisen

Sucht man in der Menschheitsgeschichte nach einer Krise von epischem Ausmaß, dann muss man nicht lange suchen: Wir stecken mittendrin. Doch wie kommt man mit so einer Krise zurecht? Wie schafft man es, ohne Klopapiervorrat Halt zu finden? Wie unterstützt uns das vielleicht sogar, in unserem Leben den nächsten Schritt zu gehen? Und was hat das mit Corinna zu tun?

Die letzte Frage kann ich gleich beantworten. Die Rechtschreibprüfung von meinem Smartphone macht immer noch aus „Corona“ ein „Corinna“. Würde ich nun an mein Schatzi folgende Message schicken: „Ich liege mit Corona im Bett“. Und würde mein iPhone nun von mir unbemerkt ein „Ich liege mit Corinna im Bett“ weiterleiten, dann wäre gleich die nächste Krise vorprogrammiert. Presented by Apple.

Doch mit den Krisen in meinem Leben halte ich es so wie ein Amtszimmer mit dem Publikumsverkehr: „Bitte treten Sie nur einzeln ein. Halten Sie Abstand!“ Ich muss bei der ganzen Krisenbewältigung ja auch mal Zeit haben für einen Kaffee und die Zeitung. Obwohl der Medienkonsum in Zeiten von Pandemie und Corona nur dosiert gut fürs Immunsystem ist, wie ich bereits in einem Kabarett-Video erläuterte.

Wie komme ich nun mit so einer Krise zurecht?

In Zeiten von Virusangst, finanziellen Sorgen, Lockdown und staatlichem Entzug von Freiheitsrechten gar nicht so einfach. Alkohol wäre möglicherweise eine Option. Aber keine gute.

Der Hobby-Verschwörungstheoretiker auf Facebook meint: „Entspanne dich einfach. Donald Trump hat das alles eingefädelt, um den tiefen Staat und die Korruption in den USA und Europa zu beseitigen. Die amerikanische Armee ist schon hier und befreit uns bald. Yeeha!“ Hmm… vielleicht ist Alkohol doch keine so schlechte Option.

Die Esoterik-Tante behauptet gleich einen Post weiter mit ihrer stets demonstrativ positiven Art: „Hab einfach Vertrauen. Das ist nur die Schwingungserhöhung. Die Menschheit geht in die 5. Dimension.“

Ah, verstehe. Deshalb horten wir Unmengen von Klopapier. Wer weiß, ob es in der nächsten Dimension noch eins gibt. Gibt es zu Aldi Nord, Aldi Süd nicht auch ein Aldi 5. Dimension? Und wie soll ich denn Vertrauen haben, wenn ich voller Angst bin?

Für mich sind solche Theorien eher eine Art innere Flucht, statt Konfrontation mit dem, was ist.

Bleiben wir lieber bei etwas weniger spekulativem:

Eine Krise wirft uns auf uns selbst zurück

Auf unsere Ängste, unsere Machtlosigkeit, unsere aufgestaute Wut gegenüber dem Leben. Auf frühkindliche Traumen, die jetzt wieder angetriggert werden.

Diese Gefühle waren auch schon vor der Krise da, allerdings gut unterdrückt. Aber nun werden sie an die Oberfläche gespült. Wenn wir uns diese Gefühle nicht näher anschauen, können sie leicht zu blindem Aktionismus führen. Deshalb beginnen beispielsweise die Menschen, zu hamstern. In Italien Grappa, in Frankreich Kondome und in Deutschland das besagte Klopapier, das ich schon länger in keinem Regal mehr gesehen hab.

Ich würde deshalb genau hier beginnen. Nein, nicht beim Klopapier. Bei dir. Hier findest du echten Halt, der bei einer Klopapierrolle nach spätestens 250 Blatt ohnehin endet.

Je tiefer dein JA und je wertschätzender dein Annehmen aller gerade hochkochenden Gefühle und Emotionen ist, um so leichter wird es. Es löst sich mit der Zeit von selbst und verwandelt sich. Durch ein simples JA, statt ein Nein.

Diese enorme Angst- und Panikwelle hat jedenfalls auch mich für ein paar Tage überrollt. Ich durfte so meiner Angst auf einer tieferen Ebene begegnen. Und ich möchte das nicht missen, da sich so – ohne mein Zutun – eine Welle an Vertrauen und Zuversicht ausbreitete. Ich möchte nun nicht behaupten, dass meine Angst komplett weg ist. Aber sie hat mich nicht mehr im Griff und ich spüre, dass ich größer als sie bin.

Und das eröffnet neue Handlungsoptionen in einer Krisensituation, statt vor Angst zu erstarren. Meine erste Handlung war, dass ich diesen Prozess in einen kostenlosen Mini-Kurs gepackt habe. Ich möchte damit einen Beitrag leisten, damit auch anderen Menschen diese Erfahrung zugänglich wird und sie so wieder mehr Leichtigkeit finden. Alle Infos dazu findest du auf meiner Website.

Ein Virus als Lehrmeister

Zum Abschluss möchte ich noch einmal zurück zu dem Auslöser dieser globalen Ausnahmesituation: das Coronavirus SARS-CoV-2. Dieser Virus hat es geschafft, dass nun auch wirklich jeder erkennt, dass wir auf einem Planeten leben und alle miteinander verbunden sind. Egal ob reich oder arm, dick oder dünn, schlau oder dumm, schwarz oder weiß, grün oder blau. Dieser Virus macht keine Unterschiede und kennt keine Grenzen. Er lehrt uns auf eine leidvolle Art: Wir sind eins.

Auch wenn die Situation noch so schlimm und angsteinflößend für so manchen sein mag: Wenn wir nach dieser Pandemie nicht der Angst das Regiment überlassen, dann könnte diese Erfahrung auch für mehr Verbundenheit unter den Menschen sorgen.

Doch bevor es soweit ist, sollten wir mit unseren eigenen Ängsten Frieden schließen. Bist du dabei?

Zum Mini-Kurs: Von der Angst ins Vertrauen

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